Dänemark und der Euro
Die Währung im Königreich ist die dänische
Krone. Es gibt also noch keinen Euro in Dänemark.
Mit einem Veto hat im Jahr 1992 die Bevölkerung sich zum
Maastrichter Vertrag gegen die Einführung des Euro ausgesprochen.
Wie auch Großbritannien erhielt damals Dänemark das Recht, sich
endgültig gegen eine Einführung der Gemeinschaftswährung
auszusprechen. Dennoch gehört Dänemark seit 1999
dem Wechselkursmechanismus (WKM 2) an und könnte so jederzeit
der Eurozone beitreten und den Euro damit als Zahlungsmittel
legitimieren. Die Regierung hätte dies auch gerne getan, wurde aber
durch ein Bürgerreferendum im Jahr 2000 von der Bevölkerung
gestoppt. Ende 2007 kündigte Ministerpräsident Rasmussen nach
seiner Wiederwahl eine erneute Volksabstimmung über die Einführung
an. Einer Einführung des Euro als Landeswährung stünde nichts mehr
im Weg, denn Dänemark erfüllt alle nötigen Kriterien bereits seit
langer Zeit. Es könnte also jederzeit der Einführung des Euro
zustimmen.
Damit könnte Dänemark aktiv an er europäischen Geldpolitik
teilnehmen und würde damit der Gemeinschaft wesentlich
entgegenkommen. Aufgrund des Ergebnisses des irischen Referendums
zum Verfassungsvertrag der EU wurde der Volksentscheid allerdings
weiterhin vertagt. Erst wenn die Probleme der EU gelöst werden, ist
ein weiterer Termin zur Abstimmung zu erwarten. Der Reisende in
Dänemark spürt davon aber fast nichts. Der Euro wird gerne als
Zahlungsmittel akzeptiert, eine Preisauszeichnung der Waren ist
fast immer in beiden Währungen. So ist es nur noch eine Frage der
Zeit, bis man sich in Dänemark für die Einführung des Euro
entscheiden wird, die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen, daß sich
mittlerweile ein Mehrheit in der Bevölkerung für den Euro gebildet
hat.
1 Euro entspricht 7,44 dänischen Kronen, 100 DKK entsprechen zur
Zeit 13,44 Euro. Bald wird es also in Dänemark nicht nur offene
Grenzen, sondern auch den freien Zahlungsverkehr mit dem Euro
geben.